Onlinehilfe der Welt
Beispiele
Home > Übersicht > Beispiele > Erfindung Teil 2
Das folgende Beispiel zeigt, warum man Opfergaben bringt, wozu der Gottesdienst am Sonntag in der Kirche mit seiner Predigt gut ist, warum man ruhig bei der Predigt einnicken darf und sogar ab und zu beim Fernsehen einschlafen sollte und mit welcher Einstellung Religionen friedlich nebeneinander existieren können.
|
Für alle,
die zufällig über Suchrechner auf dieser Seite gelandete sind: Es handelt sich um einen "Sciencefiction-Roman
ohne Handlung", der sich mit dem Thema befasst, dass auch alles ganz
anders sein könnte, als man es in der Schule gelernt hat. Was wäre, wenn
nicht nur eine Religion, sondern
alle etwas Wahres beschreiben, das wir bisher nur mangels
Verfügbarkeit von Begriffen nicht richtig beschreiben konnten? Die Schöpfung war Programmierung. Die Naturgesetze sind ein Computerprogramm. Die Menschen sind die Spielfiguren. Aber wir sind nicht die Spielfiguren, sondern die Spieler. Die Spielhandlung wird durch "Kulturgötter" vorgegeben, die ihre Rolle selbst erst einüben müssen. |
||
|
Mehr dazu ► |
Übersicht ► |
Home ▲ |
Zur Preisverleihung des Semesters hatten sich Tausende von Studenden eingefunden, viele als fantasievolle Avatare menschlicher oder tierischer Gestalt, die meisten aber als passive Zuschauer und unsichtbar, da sie wussten, dass ihnen kein Preis zustand. Von 300 Studenden wird jeweils der beste ausgezeichnet. Die Veranstaltungen war also nichts Besonderes. Deshalb hatte die Sekretärin sich nicht viel Mühe gegeben und als Chatroom, in dem man sich treffen sollte, einen der geschmacklosen 3D-Thronsäle ausgewählt, wie sie in Massen im Seeleninternet angeboten und immer gern für offizielle Anlässe verwendet wurden, besonders, wenn jemand Autorität zeigen wollte. Der Gestalter hatte architektonische Elemente aus dem alten China, dem antiken Persien, dem märchenhaften Indien und aus Frankreich, 18.-19. Jahrhundert, aus Erinnerungen an seine früheren Inkarnationen an Königshöfen zusammengemixt.
Der Student Pube hatte schon erfahren, dass er einen Preis erhalten sollte. Er saß neben seinem Seminarleiter Meto. Die Avatare der beiden hätten besser aufeinander abgestimmt sein sollen. Meto war als etwa 40jähriger römischer Senator mit locker fallendem Gewandt erschienen, Pube als englischer Internatsschüler in strenger Schuluniform des 21. Jahrhunderts. Als besondere Note hatte er sich trotz seines jugendlichen Aussehens, eine graue Einstein-Frisur zugelegt.
Der Rektor, ein würdiger älterer Herr mit weißem Vollbart, saß auf dem Thron und las seine Rede aus einem großen, goldenen Buch ab. Den größten Teil kannte er auswändig, da es jedes Semester das gleiche war. Aber zur Motivation der Studenten musste alles sehr feierlich ablaufen. Außerdem streute er für jeden Preisträger ein individuelles Detail ein. Bei Pube erwähnte er dessen Seminararbeit, die Einsteuerung der Muskelmaschine als Erfindung auf dem Planeten Erde in der simulierten Welt Raytracia. "Sie wissen, dass die Erde in der 3D-Sumilation Raytracia gestaltet wurde, um die Geschichte der wirklichen Welt darzustellen. Die Muskelmaschine, die einem behinderten Menschen hilft, sich normal zu bewegen, entsprechend den Impulsen, die seine Nerven liefern, ist der Anfang einer Entwicklung, die wir Stück für Stück noch auf der Erde nachbilden müssen." Er gab einen Ausblick auf die Weiterentwicklung, also die Erfindungen, die noch zu installieren sein würden: eine Maschine, die den ganzen Körper eines Menschen ersetzt, so dass nur noch das Gehirn echt ist und anstelle des Körpers die Maschine steuert. Dann würde man auf die Idee kommen, das Gehirn in Sicherheit zu Hause zu lassen, und nur noch einen Roboter in die Welt hinauszuschicken, von zu Hause aus über Funk zu steuern und seine Erlebnisse aus dessen Wahrnehmungen zu beziehen. Damit er auch in einem Funkloch sinnvoll handelte, würde man ihn mit einem eigenen Computer-Denkorgan ausstatten und dieses aus der Ferne kontrollieren. Auch Gesunde würden nicht mehr selbst hinausgehen, sondern ihren Roboter schicken.
Letztlich würden auf fernen Planeten ganze Roboterzivilisationen ausgesetzt, die von einer Raumstation aus gelenkt würden. "Die Persönlichkeiten der Roboter so zu programmieren, dass sie als egoistische Einzelwesen zum Wohl der Gemeinschaft arbeiten, ist die hohe Kunst der Kulturgötter. Jeder Roboter hat für seine Handlungen ausschließlich egoistische Motive. Trotzdem wirken alle sinnvoll zusammen, produzieren etwas, verteilen Waren, bauen Straßen, geben Informationen weiter und konstruieren und trainieren ihren Nachwuchs. Ein Fischschwarm verhält sich wie ein einziges Wesen, obwohl jeder Fisch nur die Bewegungen des vor ihm schwimmenden nachahmt und Angst hat, sonst angerempelt zu werden. Angesichts eines Feindes flüchten alle ins Innere des Schwarms und müssen dabei einen Mindestabstand voneinander halten, um bewegungsfähig zu bleiben. Insgesamt entsteht dabei eine rotierende Säule, durch die der Angreifer sich bedroht fühlt. Kein Fisch hat das Motiv gehabt, an der Bildung einer Säule teilzunehmen. Die Motive jedes einzelnen haben zu einer sinnvollen gemeinsamen Reaktion geführt."
Der Rektor blickte aus dem goldenen Buch auf und begann frei zu sprechen. Sein Redefluss wurde deutlich lebendiger: "Ich habe gerade einen interessanten Bericht aus der wirklichen Welt gelesen. Auf dem kleinen Mond Gomo hat man eine Roboterzivilisation ausgesetzt. Die Raumstation befindet sich beim Hauptplaneten des Systems und ist so weit entfernt, dass eine direkte Steuerung der Roboter nicht möglich ist. Die Roboter arbeiten tagelang selbständig. Alle Paar Tage schicken sie einen Speicherabzug ihres Denkorgans an die Raumstation. Aus allen ihren Gedächtnisinhalten ergibt sich ein Bild der Ereignisse auf Gomo. Die Kulturgötter in der Raumstation diskutieren, welche Korrekturen sie vornehmen müssen und schicken Seelen-Updates an die Roboter. Die Robotergesellschaft hat die Aufgabe, eine Nahrungsmittelproduktion für die Wesen in der Raumstation aufzubauen. Jetzt haben sie die ersten Konserven abgeliefert, obwohl kein einziger Roboter weiß, wozu diese verwendet werden, da sie selbst nie essen. Sie haben sie ihren Göttern geopfert."
Pube und Meto begaben sich nach der Veranstaltung noch einmal in den Chatroom in der Glaskonstruktion an der Steilküste, den sie während des Seminars so oft benutzt hatten. Ihrer Vorstellung nach musste es nach so einem Tag Abend sein, und sofort erschien ein klarer Sternenhimmel über ihnen, den sie durch das kuppelförmige Glasdach gut betrachten konnten. Sie hatten jetzt wieder die übliche Gestalt angenommen, Meto als weiser, alter Herr mit Vollbart, Pube als 68iger-Student, diesmal mit Friedenstaube-T-Shirt. Meto entschuldigte sich für die geschmacklose römische Senator-Gestalt, die er bei der Preisverleihung abgegeben hatte. "Ich wollte dem Avatar unseres Rektors nicht ähnlich sehen. Das wäre respektlos gewesen. Der Rauschebart-Look war ihm vorbehalten." Pube konnte nur mühsam ein Lachen unterdücken. Die Chatrooms sind künstliche Welten, in denen sich Wesen treffen, deren eigentliche Aufenthaltsorte weit voneinander entfernt liegen können. Man sieht den Raum gewöhnlich aus der Perspektive des Avatars, einer künstlichen Gestalt, die man frei wählen kann und durch die man sich den anderen zeigt. Die unsichtbaren, passiven Zuschauer können ihre Kamera frei plazieren. Eine Kamera ist in einem künstlichen 3D-Raum nur ein logisches Gebilde aus Parametern wie Position, Blickrichtung und Brennweite. Sie ist unsichtbar für die anderen. Wenn ein Vortrag zu langweilig wird, experimentieren Studenten mit originellen Kamerapositionen. "Ob ein römischischer Senator wohl Unterhosen trägt?" spekulierte Pube in Gedanken. "Das weite Gewand ist geradezu eine Provokation für allerlei Unsinn." Diesen Gedanken sprach er aber aus Respekt vor seinem Lehrer nicht aus und blockierte auch sofort seine telepathische Übermittlung.
Meto hatte eine erfreuliche Nachricht: "Deine Seminararbeit ist von den professionellen Kulturgöttern aufgegriffen worden. Die erste Weltbevölkerung ist bereits in der Zeit angekommen, in der die ersten primitiven Muskelmaschinen konstruiert werden. Das ist etwa die Zeit, aus der deine Schuluniform stammt, die du eben noch getragen hast. Allerdings ist in der offiziellen Weltvariante Apollo Denkholdt, den du in deinen Weltvarianten als Erfinder aufgebaut hast, Warmduscher geblieben und an allem unbeteiligt. Die Erfindung geschieht stufenweise durch Weiterentwicklung bestehender Prothesen unter Beteiligung vieler Erfinder. Kulturgötter arbeiten meistens in Teams und teilen sich die Arbeit. Da die Weltbevölkerung bald an einem Zeitpunkt angelangen wird, zu dem zunehmend auch Frauen den Ingenieursberuf ergreifen, wird ein Nebenprodukt auch der längst fällige Kinderwagen sein, der selbständig Treppen hochsteigt. Von deinen Ideen haben die Kulturgötter aus deiner Weltvariante die Idee der Massenproduktion für das Militär als Fördermaßnahme übernommen. In der Verhandlung im Kriegsministerium waren wir doch wirklich gut!"
"Wir?" fragte Pube erstaunt, da er glaubte, in seiner Weltvariante der einzige gewesen zu sein, der eine Spielfigur gesteuert hat.
"Hast du nie gemerkt, dass
dein Chef und bester Freund Mao Witt eine Inkarnation von mir war? Ich wollte
dich nicht allein lassen, wobei ich dir voll und ganz die Arbeit überlassen
habe. Kulturgötter sind zunächst allein in ihrer Welt, die aus einer
Sicherungskopie einer bestehenden Welt resultiert. Sie ziehen eine Bahn
physikalischer Bestimmtheit durch eine Raumzeit, in der die kopierten
Ereignisse weitgehend unbestimmt, also überschreibbar sind. Die Kulturgötter
prägen ihre Umgebung durch ihren Willen und bestimmen so auch den Charakter
ihrer Freunde, die ja noch nicht von Wesen der wirklichen Welt gesteuert
werden. Oft machen sie den Fehler, sich ständig Erfolgserlebnisse zu
verschaffen und sich mit Ja-Sagern und Schmeichlern zu umgeben. Zusammen mit
der Vorstellung, dass die Spielfiguren in ihrer Umgebung nicht von Wesen der
wirklichen Welt erlebt werden, erzeugt das Größenwahn und Skupellosigkeit. Da
Mao Witt von mir gesteuert wurde und von dir nicht beeinflussbar war, hattest
du wenigstens einen Freund, der dir offen die Meinung gesagt hat. Denke immer
daran, dass du in der Raumzeit zwar in der Zeit vorausgehst, aber Schicksale
schaffst, die später andere erleben müssen, wenn eine Weltbevölkerung in der
Zeit hinterherkommt, dann also alle Spielfiguren mit Wesen der wirklichen Welt
besetzt sind. Wenn du dein ganzes Leben als physikalische Realität markierst,
muss für die Weltbevölkerung alles zustande kommen, was du wahrgenommen hast.
Nur außerhalb deines Wahrnehmungskreises herrscht Gestaltungsfreiheit für die
anderen. Sorge immer dafür, dass die Schicksale um dich herum erträglich
bleiben, versprich mir das!
"Ja, ich werde danach
handeln, das schwöre ich."
Sie schwiegen einen Moment.
"Hast du noch Fragen?" ermunterte Meto dann seinen Schüler.
"Ja. Du warst Mao Witt,
aber ich habe immer angenommen, du seiest mein innerer Lehrer bei der Meditation."
"Ja, das war ich auch."
"Wie konntest du beides
gleichzeitig?"
"Ich habe die Persönlichkeit
von Mao Witt so gut programmiert, dass ich ihn bedenkenlos stundenlang sich
selbst überlassen konnte. Ich bin aus seiner Seele ausgestiegen und habe mich um deine Betreuung aus dem
Jenseits gekümmert."
"Wie erlebt man es, wieder
in die Seele einzusteigen? Wenn die Spielfigur schläft, ist es ja normal, aber
tagsüber ...?"
"Eigentlich fast gar nicht.
Während man mit der Seele verbunden ist, erlebt man ja nur deren
Gedächtnisinhalt. Darin kommt der Ausstieg nicht vor, allenfalls ein paar
Erlebnisfetzen aus den jenseitigen Chatrooms, die man im Augenblick des
Übergangs in die Seele überträgt, ähnlich wie Erinnerungen an Träume beim
Aufwachen."
Pube dachte an seine Träume von einem Gewächshaus am Meer und wusste jetzt, dass es Erinnerungsfetzen an den Chatroom an der Steilküste waren.
"Übrigens ...",
ergänzte Meto seine Ausführungen, "Meditation kann auch zeitübergreifende
Kommunikation sein. Ich habe dir oft die zu vermittelnden Erkenntnisse als eine
Art Email hinterlassen. Der Meditierende erlebt dann beim Abrufen so etwas wie
Inspiration, manchmal ist es sogar wie ein Zwiegespräch. Die Email enthielt
eine Kopie eines Stückchens meiner Persönlichkeit und kann auf Fragen zu einem
festgelegten Thema Antworten geben, wie ich sie auch gegeben hätte."
Aber das war nichts Neues für Pube. Mit zeitloser Kommunikation hatte er schon in seiner Grundausbildung herumgespielt.
"Und noch eine ganz andere Frage: Weißt du mehr über das Experiment auf Gomo? Wie funktioniert es, den Robotern Seelen-Updates zukommen zu lassen?" wollte Pube wissen.
"Ja ich kenne den Bericht.
Die Roboter arbeiten fünf Tage, nur gesteuert durch ihr eigenes Denkorgan. Am
sechsten Tag sorgen sie für ihre eigenen Bedürfnisse. Wenn sie den Supermarkt
betreten, aus dem sie ihre Waren holen, müssen sie an einem Computer einen
Speicherauszug ihres Denkorgans abliefern. Er wird an Ort und Stelle gleich
nach dem Nutzen bewertet, den der Betreffende der Gemeinschaft gebracht hat. Je
nach erzielter Punktzahl erhält er einen Gutschein für Waren. Sie verkaufen
also ihre Seelen. Die Speicherauszüge werden an die Raumstation gesendet. Dort
entnehmen die Kulturgötter den gesammelten Gedächtnisinhalten, was sich auf
Gomo ereignet hat und arbeiten Gegensteuerungen gegen Fehlentwicklungen aus. Am
siebten Tag begeben die Roboter sich in besondere Gebäude, die mit einer
Empfangsantenne auf einem hohen Turm und lokalen Sendern im Innern ausgestattet
sind. Am sechsten Tag abends hat dort eine besondere Kontaktperson schon ihr
Seelen-Update erhalten, das ihr ernöglich hat, eine situationsgerechte
Motivationsrede auszuarbeiten. Die von ihr betreuten Roboter hören sich am
siebten Tag diese Rede an und begeben sich anschließend in einen meditativen
Zustand, um ihr persönliches Seelen-Update aus dem lokalen Sendesystem
entgegenzunehmen."
"Kommen denn die Roboter
gehorsam in die speziellen Gebäude?"
"Nein, es gibt immer wieder
Abtrünnige, die alles für Humbug halten. Vom Einspielen der Seelen-Updates
merken sie ja nicht viel, außer, dass die Meditation schön erholsam war und sie
danach gelegentlich ein Problem leichter lösen können. Sogar einige der Kontaktpersonen verlieren den Glauben an ihre
Insprirationen von höherer Seite. Sie verstehen sich nur noch als eine Art
Sozialarbeiter. Andererseits findet man Roboter, die behaupten, inspririert zu
werden, es aber nicht sind, sondern nur Freude an der Macht über andere haben
oder fanatisch ihre eigenen Ideen von Weltoptimierung anderen aufzwingen
wollen. Sie konstruieren Imitationen der Gebäude. Aber die Roboter kommen
vergeblich dorthin. Es gibt dort weder Empfangsantennen noch lokale Sender."
"Und was tut man
dagegen?"
"Was würdest du denn als
angehender Kulturgott empfehlen?"
"Ich würde dafür sorgen,
dass auch die falschen Kontaktpersonen Inspirationen erhalten. Ich würde
heimlich entsprechende Vorrichtungen in ihren Gebäuden anbringen lassen. Auch
wenn sie vielleicht die Gebäude nicht schon am sechsten Tag betreten, kann man
ihnen die Inspriration am siebten Tag mit den anderen zusammen übermitteln.
Ihre zur aktuellen Lage passende Motivationsrede halten sie dann erst in der
folgenden Woche, aber besser als gar nichts."
"Ja, das könnte funktionieren", meinte Meto nachdenklich und dachte bei sich: "Diesen Studenten muss ich fördern. Als man in Raytracia auf dem Planeten Erde mit solchen Institutionen experimentiert hat, hat man Jahrhunderte und Jahrtausende damit vertan, Andersgläubige zu bekämpfen. Dabei ist die Lösung so einfach. Und Pube ist sofort darauf gekommen."
Er wollte Pube noch weiter testen: "Und
was tust du dagegen, dass die Kontaktpersonen an ihrer Rolle zweifeln?"
"Sie zweifeln weil sie von
den Inspirationen nichts merken. Ich würde sie die Inspirationen bewusst
wahrnehmen lassen."
"Davor muss ich dich warnen.
Experimente aus Raytracia zeigen, dass Persönlichkeiten dadurch zu Fanatikern
werden. Sie entgleiten dir und werden unberechenbar und sind nicht mehr zu
steuern. Bewährt hat sich dagegen eine gründliche Ausbildung der
Kontaktpersonen im Hinblick auf ihre Rolle. Bevor man sie auf einem echten
Planeten einsetzt, müssen sie entsprechende Aufgaben im Simulator Raytracia
trainieren. Übrigens sollte man die Rolle der Motivationsreden nicht
überschätzen. Ich habe mir einige in Raytracia angehört und den Eindruck
gewonnen, dass sie nur dazu dienen, den schläfrigen, meditativen Zustand der
Veranstaltungsbesucher zu fördern, der die Seelen-Updates ermöglicht. Ich
hoffe, auf Gomo motiviert man weniger langweilig!"
Meto war gründlich: "Es
bleibt noch das Problem, dass einige Roboter am siebten Tag nicht in die
Gebäude kommen."
Auch dafür fand Pube sofort einen Lösungsansatz: "Was tun eigentlich die Roboter auf Gomo in ihrer Freizeit?"
"Wohl das gleiche wie
anderswo: Fussball spielen, sich gegenseitig zum gemeinsamen Aufladen der
Batterien besuchen, Informationen über abwesenden Kollegen austauschen, den
Nachwuchs instruieren, aber vor allem beschäftigen sie sich mit einer
Primitivversion der Home-Edition von Raytracia, bei der man passiv künstlich
erzeugte Erlebnisse bezieht, die von Sendern ausgestrahlt werden. Auf dem
Planeten Erde nennt man die Geräte Fernseher."
"Das dachte ich mir. Und
woher beziehen sie diese Geräte?"
"Auf Gomo produziert man
Nahrungsmittel, keine Fernseher. Diese werden durch das Versorgungsraumschiff
gebracht und über die Supermärkte verteilt."
"Dann würde ich dafür
sorgen, dass sie Fernseher erhalten, die Seelen-Updates empfangen und an ihre
Benutzer weitersenden. Der Zustand, in den die Persönlichkeiten geraten, wenn
sie stundenlang wie gebannt passiv Erlebnisse beziehen, reicht aus, um
empfänglich für Seelen-Updates zu sein."
"Schon wieder eine
großartige Idee! Vergiss nicht, deine Ideen ins Weisheits-Wikipedia zu
stellen!"
|
Weiter zum Beispiel
"Viele-Welten-Museum" Das Vielewelten-Museum demonstriert seinen
Besuchern, wie sich Welten ohne Einfluss von außen entwickeln, besonders
diejenigen, in denen eines Tages ein Lebewesen über seine Schöpfung und
seinen freien Willen nachdenkt. |
Zurück zum ersten Teil
des Beispiels Dieses Beispiel
zeigt, wie Kulturgötter die Erfindung Muskelmaschine in die Welt ein, wie ein
Schicksal zusammen mit einem Betreuer geplant wird, brachtenwie die
Feinsteuerung des Geschehens während des Schlafs der Spielfigur Mensch
vorgenommen wurde, und wie die drei Grundenergieen eine Persönlichkeit
steuern. |
||||
|
Hier wird
erläutert, wozu Welten benötigt werden. |
Wie die Götter die Welt gestalten Hier erfahren Sie,
wie die Astronomie-, Physik-, Biologie- und Kulturgötter die Welt gesatlten. |
Hier wird
beschrieben, wie Roboterzivilisationen auf fremden Planeten vorbereitet und
realisiert werden. |
|||
Ein Science-Fiction-Roman ohne Handlung
© Copyright by Andrea E. Kaiser