erhält man bei gewählter Voreinstellung "wissenschaftlich" heutzutage eine Menge populärwissenschaftlicher Darstellungen, die gut und verständlich erläutern, wie die Welt funktioniert, aber dabei Forschungsergebnisse verschiedener Sparten wenig zueinander in Beziehungen setzen. Wichtige Fragestellungen nach Sinn und Zweck und nach unserer Willensfreiheit bleiben unbeantwortet. Bei Option "religiös" und Kulturraum "westlich" erhält man die Bibel. Sie geht zwar besser auf diese Fragen ein, aber in einer antiquierten, unbeholfenen Sprache, die zudem Übersetzungsfehler enthält. Da steht z.B.:
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"Im Anfang war das
Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im
Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht." |
Wer soll denn das verstehen? "Wort" scheint ein Übersetzungsfehler zu sein, denn in einer englischen Version habe ich dort "Logos" gefunden. Das klingt doch schon verständlicher: Also:
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"Am Anfang war die
Programmierlogik, und das Programm war Programmierlogik, und die Welt wurde
nach den Vorgaben des Auftraggebers programmiert, und alles, was wir in der
Welt wahrnehmen, entstammt dem Programm." |
Wir verfügen eben heute über die besseren Begriffe und können den Vorgang der Schöpfung deshalb verständlicher ausdrücken.
Bleibt noch die Frage, welche Vorgaben der große Auftraggeber denn gemacht hat. An anderer Stelle finden wir:
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"Und Gott schuf den Menschen
ihm zum Bilde." |
Klar: das nennen wir heute Simulation. Simulationsprogramme werden zu Forschungs- und Ausbildungszwecken eingesetzt, aber auch in Form von Spielprogrammen einfach zur Unterhaltung. Aber was wird erforscht? Zu was sollen wir ausgebildet werden? Oder warum lassen wir uns auf eine derartige Form der Unterhaltung ein?
Die Bibel ist nicht die einzige Onlinehilfe. Hat man unter "Optionen" andere Voreinstellungen für den Kulturraum vorgenommen, erhält man Texte wie die Worte Buddhas oder die Upanishaden. Bei Voreinstellung "esoterisch" stößt man auf moderne Offenbarungen, die der Welt zur Verfügung gestellt wurden, indem Menschen als Medien einer besser informierten Geistwelt fungierten. Sogar bei Option "wissenschaftlich" bekommt man in Randbereichen Schilderungen von Nahtodeserlebnissen, Rückführungen in frühere Leben und die Zeiten zwischen den Leben, sowie Beschreibungen von Phänomenen wie Telepathie, Hellsehen, Telekinese und Geistererscheinungen, die Hinweise auf die Existenz eines Geistbereichs geben.
Die hier vorliegende Onlinehilfe ist so
etwas wie ein Sciencefictionroman ohne Handlung.
Bei vielen Sciencefictionromanen sind es ja eigentlich die Ideen über Weltbilder, die den Leser viel mehr fesseln als die Handlung. Mir macht es Spaß zu spekulieren, wie alles ganz anders sein kann, als man es in der Schule gelernt hat. Um das in Schulen gelehrte materialistische Weltbild zu widerlegen, genügt es, ihm ein einziges Weltbild entgegenzusetzen, das in sich schlüssig ist, in dem aber Geist getrennt von Materie existiert und nicht durch die Materie hervorgebracht wird. Jedes wissenschaftliche Weltbild ist nur Spekulation. Es gibt in der Praxis brauchbare Spekulationen, die gute gedankliche Parallelkonstruktionen zur Alltagswelt sind. Andere Spekulationen eignen sich für praktische Anwendungen weniger, dafür für philosophische Betrachtungen umso mehr. Das materialistische Weltbild unterstützt die Ingenieure bestens, ist aber gezwungen, Hinweise auf parapsychologische Phänomene als Unsinn zu verdammen. Physikalische Theorien, die nicht alle Beobachtungen erklären können, sind bisher über kurz oder lang durch andere Weltbilder abgelöst worden. Die Quantentheorie, die Wahlmöglichkeiten eines "bewussten Beobachters" zulässt, ist vielleicht ein erster Schritt dazu.
Ist
die Welt ein Programm, das nur Output erzeugt, oder verarbeitet es auch Input?
Ein Science-Fiction-Roman ohne Handlung