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Training für einen Einsatz von Robotern

(In diesem Text erfahren Sie, wie Sie sich verhalten sollten, wenn Sie beim großen Seelen-Casting am Jüngsten Tag eine Chance bekommen wollen.)

 

Die Herstellung und Erhaltung der Computer, die Raytracia hervorbringen, das Seeleninternet, der geschützte Wohnraum der Elite mit all seinen Annehmlichkeiten und die Ernährung der Körper verursachen Aufwand, also Arbeit, die in der wirklichen Welt zu leisten ist. Auch dort gilt der Grundsatz, dass man etwas leisten muss, um etwas zu bekommen. Man kann sich im Seelenraum nützlich betätigen, indem man dort eine übergeordnete Rolle wahrnimmt, oder man steuert Roboter, um etwas zu reparieren oder Neues aufzubauen oder um Recht und Ordnung zu erhalten.

 

Für alle, die zufällig über Suchrechner auf dieser Seite gelandete sind:

Es handelt sich um einen "Sciencefiction-Roman ohne Handlung", der sich mit dem Thema befasst, dass auch alles ganz anders sein könnte, als man es in der Schule gelernt hat. Was wäre, wenn nicht nur eine Religion, sondern alle etwas Wahres beschreiben, das wir bisher nur mangels Verfügbarkeit von Begriffen nicht richtig beschreiben konnten?

Die Schöpfung war Programmierung. Die Naturgesetze sind ein Computerprogramm. Die Menschen sind die Spielfiguren. Aber wir sind nicht die Spielfiguren, sondern die Spieler. Das System Raytracia wurde für verschiedene Verwendungszwecke erschaffen, u.a. um zu trainieren einen Roboter zu steuern.

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Um bei einem Robotereinsatz mitzumachen, benötigt man eine Grundausbildung in Raytracia. Dabei ist die künftige Rolle zunächst noch offen, die Spezialisierung erfolgt in der daran anschließenden Zusatzausbildung. Das Spektrum reicht vom Einsatzleiter im Seelenraum bis zum simplen Arbeiter. Der Einsatzleiter und seine Koordinatoren steuern selbst keine Roboter, sondern nehmen ihre Aufgabe vom Seelenraum aus wahr. Vor Ort, also über seinen Roboter, kann man als Teamleiter Befehle erteilen, als Funker die Verbindung zum Seelenraum halten, als Ingenieur technische Anweisungen geben, als Controller Messungen vornehmen und Erfolge kontrollieren oder als Arbeiter den Anweisungen anderer folgen. Auch Kampftrupps aus Robotern benötigen einen Anführer und Polizisten-Roboter, die ihm bedingungslos gehorchen. Man kann sich dazu entscheiden, an vielen kleinen Einsätzen teilzunehmen oder an gut vorbereiteten größeren. Bevor Sie sich spezialisieren, sollten Sie sich gründlich darüber informieren, nach welchen Qualifikationen Nachfrage besteht.

 

Ein Roboter wird nicht einfach ferngelenkt, sondern muss auch in einem Funkloch funktionieren und manchmal auch Steuerungsimpulsen aus größerer Distanz gehorchen, also mit Verzögerung, so dass nur grobe, richtunggebende Anweisungen erteilt werden können. Er muss also selbständig handeln können. Dazu ist er mit einem Denkorgan ausgestattet, das wie ein Gehirn eines Raytracia-Menschen über eine Gehirnseele mit einer Seele in einem Seelenraum verbunden ist. Wenn Sie einen Roboter steuern, wird Ihr Denkorgan mit der Seelenschnittstelle solch einer Seele verbunden. Sie trainieren und steuern dann den Roboter, wie Sie sonst eine Seele trainieren und einen Raytracia-Menschen steuern, aber mit dem Unterschied, dass Sie keine Festlegungen bzgl, der Zukunft machen können, keine Vorgaben an das Geschehen und nichts telekinetisch bewegen können. Sie können auch nicht mit einer Sicherungskopie der Welt wieder aufsetzen, wenn Sie Mist gebaut haben. Es wird also ernst. Fehler können schwerwiegende Folgen haben.

 

Nutzen Sie also die Hilfe Ihres Lehrers, herauszufinden, welche Rolle Ihnen liegt und trainieren Sie ihre Seele, damit sie Charaktereigenschaften bekommt, mit denen Sie bei einer Bewerbung Erfolgsaussichten haben. Für alle Rollen ist es von Bedeutung, zielgerichtetes Handeln zu lernen. Sollten Sie dazu eine Raytracia-Installation benutzen, die auch zur Unterhaltung oder als Kommunikationssystem für Senioren genutzt wird, kommen Sie leicht in die Situation eines Außenseiters. Sie leben nicht zum Spaß, und Geselligkeit steht nicht im Mittelpunkt Ihres Lebens. In der Schule sind Sie wahrscheinlich als Musterschüler verschrien. Denken Sie aber daran, dass auch Kameradschaftlichkeit und Teamgeist zu den erwünschten Eigenschaften zählt und nutzen Sie den Vorsprung, den Ihnen Ihre Zielstrebigkeit einbringt, um Ihren Mitschülern zu helfen. Suchen sie sich Freunde, die Ihre Freude an Zielstrebigkeit teilen. Es handelt sich meistens um Kollegen, die eine ähnliche Ausbildung mitmachen wie Sie. Mit den Senioren und den Spaßsuchenden können sie sowieso wenig anfangen. Und Spaß und Unterhaltung können Sie auch mit den anderen Ausbildungsteilnehmern haben.

 

Gehorsam und Zuverlässigkeit sind gefragt. Revolutionäre werden nicht gebraucht. Aber die Fähigkeit, Kritik einerseits konstruktiv zu äußern oder andererseits aufgeschlossen hinzunehmen, ist von großem Nutzen. Auch das Erlernen einer Meditationsmethode ist für jeden nützlich, der einen Roboter in einem größeren Einsatz steuern möchte. Man bringt das Denkorgan des Raytracia-Menschen, und später das des Roboters, in einen Zustand, der eine effektive Umprogrammierung der Persönlichkeitsstruktur ermöglicht, wenn sich noch Mängel herausstellen oder der Einsatz eine etwas andere Strategie erfordert als geplant. Sie sollten das gesteuerte Wesen dazu bringen im täglichen Leben auf innere Eingebungen zu achten, denn so können Sie wichtige Steuerimpulse geben.

 

Arbeiter, Controller und Ingenieure nutzen die Zeit zwischen den Inkarnationen, um ihr Knowhow über die Technik der wirklichen Welt zu erweitern. Die Inkarnationen in Raytracia können wegen der Primitivheit der dortigen Technik diese Ausbildung nicht bieten. Sie sollen der Seele vielmehr durch Erfolgserlebnisse die Motivation verschaffen, sich für Technik zu begeistern. Dies kann im Beruf geschehen, aber auch im Hobbybereich. Bei Bewerbungen um Robotereinsätze muss man etwas vorweisen können. Das kann auch eine perfekt gestaltete Modelleisenbahn in Raytracia sein, die man mit viel Geduld in jahrelanger Arbeit, möglichst im familiären Team, aufgebaut hat. Arbeiter üben Geduld bei monotoner Arbeit und lernen, ihre Seele durch ein Selbstwertgefühl zu belohnen, das durch die Anerkennung anderer für die geschickte Erledigung einer vorgegebenen Aufgabe herrührt. Ingenieure trainieren die Fähigkeit, klare Anweisungen zu erteilen, und ihren Erfindungsgeist. Bei einem Einsatz wird man oft genug improvisieren müssen.

 

Wenn Sie einen Polizeiroboter lenken wollen, werden Sie natürlich auch in Raytracia polizeiliche oder militärische Aufgaben übernehmen oder im Kampfsport Erfolge sammeln. Im fortgeschrittenen Stadium sollten Sie in einem fernöstlichen Kloster eine asiatische Kampfsportart lernen, da Sie dabei eine Erfolg versprechende innere Haltung einnehmen werden.

 

Wer beabsichtigt, einen Roboter zu steuern, dessen Hauptaufgabe die Leitung anderer Roboter ist, wird das in seinen Inkarnationen als Stammeshäuptling, Vereinsvorsitzender oder Führungskraft im mittleren Management üben. Er lernt, Autorität auszuüben und andere zu motivieren. Er muss deren Probleme rechtzeitig erkennen und jeden nach seinen persönlichen Fähigkeiten einsetzen. Diejenigen, deren Ehrgeiz dahin geht, Einsatzleiter zu werden, suchen sich Schicksale in Raytracia, die ihnen ermöglichen, höchste Verantwortung zu tragen, z.B. als Manager eines großen Konzerns, als Inhaber eines hohen militärischen Rangs oder als Politiker. Unterstützt wird der Einsatzleiter durch einen Stab von Koordinatoren im Seelenraum. Das sind Mitarbeiter, die in Raytracia trainiert haben Visionen zu entwickeln, die Übersicht zu behalten und Aktivitäten anderer zu organisieren. Sie hatten dort Stellungen als Journalisten, Organisatoren, Qualitätsmanager und Buchhalter.

 

Wer sich das Ziel setzt, für eine gute Verbindung des Roboterteams zum Seelenraum zu sorgen, sucht sich Inkarnationen als Funker beim Militär, als Schamane, Priester oder Papst, Wahrsager oder Unternehmensberater. Er übt Abfragen im Seeleninternet und Weisheits-Wikipedia und trainiert seine Seele, dem Denkorgan des Raytracia-Menschen Informationen zukommen zu lassen. Wenn Sie sich für diese Rolle entschieden haben, sollten Sie sich nicht durch Mitmenschen beirren lassen, die Ihre Tätigkeit als Unsinn empfinden. Sie wissen ja, dass sie höhere Wahrheiten empfangen. Viele andere haben die Aufgabe, dem Verstand zu folgen und nur das zu verwerten, was sie unmittelbar wahrnehmen. Das ist so gewollt. Sie müssen die Fähigkeit entwickeln, Ihre Ratschläge auf subtilere Art einfließen zu lassen. Anderen einfach zu sagen, dass Sie höheren Weisungen folgen, ist reichlich plump und wirkt schnell lächerlich. Halten Sie sich zurück, beobachten Sie Situationen und Teammitglieder ganz genau und bestärken Sie diejenigen, die in Ihrem Sinne handeln wollen. Es gibt noch einen weiteren Trick. Sie werden schnell merken, dass die Kollegen um Sie herum Ihre Gedanken aussprechen. Denken Sie also einfach gründlich darüber nach, wie das Team vorgehen sollte. Telekinese ist in der wirklichen Welt zwar ausgeschlossen, nicht aber die Telepathie. Auch die Roboter stehen über das Seeleninternet zumindest zeitweise in Verbindung zueinander. Sie werden spüren, wann die Verbindung funktioniert. Nutzen Sie diese Augenblicke, und halten Sie sich in ungünstigen Augenblicken zurück. Wenn Sie Ihre Rolle gut ausfüllen, sind Sie ein wertvoller Kanal des Führungsstabs im Seelenraum zum Team. Dort hat man eine bessere Übersicht über das Geschehen als der Teamleiter vor Ort.

 

Da man für die Teilnahme an Robotereinsätzen hohe Prämien bekommt, sind diese Jobs äußerst begehrt. Wenn ein Einsatz bevorsteht, wird zunächst ein Plan angefertigt. Aus diesem geht hervor, wieviele Teilnehmer mit welchen Qualifikationen benötigt werden. Die Rolle des Einsatzleiters wird als erste ausgeschrieben. Bei der Auswahl werden Erfolge in früheren Einsätzen und Profilierungen in Raytracia berücksichtigt. Wenn der bevorstehende Einsatz hohe Bedeutung hat, wird in einer feierlichen Runde in einem Chatroom bekannt gegeben, auf wen die Wahl gefallen ist.

 

Der Einsatzleiter erhält die Liste der Bewerber und leitet selbst die weitere Personalauswahl. Die Kandidaten werden zu einem Seelen-Casting bestellt, d.h. sie bekommen eine Casting-Inkarnation zugewiesen und müssen zeigen, was ihre Stärken sind.

 

Für diese Inkarnationen und weitere Vorbereitungen des Einsatzes müssen passende Schicksale in Raytracia gefunden werden. Für langfristig planbare Einsätze leistet man sich den Luxus einer separaten Raumzeit, die man sich nicht mit einer Weltbevölkerung teilen muss. Dazu verwendet man eine Sicherungskopie einer Weltvariante. Damit genügend Schicksale zur Auswahl stehen, reserviert man sich einen längeren Berechtigungszeitraum, beispielsweise 1000 Jahre. Aus diesem Teil der Raumzeit entfernt man alle störenden Festlegungen von Kulturgöttern. Das Hauptgewicht der Spielhandlung soll ja nicht mehr der unterhaltsame oder erzieherische Kampf des Guten gegen das Böse sein, sondern das gemeinsame Erbringen einer Leistung. Dabei würde das Wirken des Bösen nur ablenken.

 

Die Zeiten vor und nach dem Berechtigungszeitraum bleiben unberührt, d.h. man beginnt mit einem definierten Zustand. Egal, was man in den 1000 Jahren tut, das Geschehen muss unbedingt in einen vorgegebenen Zustand einmünden. Das spart Rechnerzeit beim Generieren der Beweiswelten. Damit man genügend Gestaltungsfreiheit bekommt, ist es geschickt, für seine Aktivitäten eine Gegend zu wählen, die kurz vor dem Ende des Zeitraums zerstört wird, wobei es nur wenige Überlebende gibt. Man kann dann vieles bauen und herstellen, ohne die Nachwelt zu beeinträchtigen, denn es wird alles wieder zerstört. Ebenso baut man ziemlich zu Anfang des Zeitraums ebenfalls eine große Katastrophe ein, um sich von dem vorherigen Zustand möglichst unabhängig zu machen.

 

Die Casting-Inkarnationen liegen vor der ersten Katastrophe, stehen also noch in engem Zusammenhang mit dem Anfangszustand des Zeitraums. Jeder Kandidat erhält ein Schicksal, das seiner angestrebten Rolle entspricht und einige schwierige Prüfungssituationen enthält. Er steuert den Raytracia-Menschen über seine Seele und begegnet dabei gelegentlich den von anderen Kandidaten gelenkten Menschen. Aber nicht alle Raytracia-Menschen haben über ihre Seele Verbindung zu einem Kandidaten. Sie werden über Kopien ihrer Seelen gesteuert, die in der Sicherungskopie der Weltvariante enthalten waren. Im Gegensatz zu den Kandidatenseelen dürfen diese Seelenkopien nicht im Seelenraum aktiv werden. Sie sind abgeschottet. Die Kandidaten dagegen erhalten ein Passwort, um wie gewohnt, Informationen aus dem Seeleninternet und dem Weisheits-Wikipedia zu verwenden.

 

Das Verhalten der Kandidaten wird vom Seelenraum aus ständig beobachtet und in einer Logdatei protokolliert. Einige Prüfer, manchmal auch der Einsatzleiter selbst, verkörpern sich im Umfeld der Kandidaten und erscheinen unangemeldet, um die Kandidaten auf die Probe zu stellen. Nach einiger Zeit werden die Leben der Kandidaten und Prüfer alle gleichzeitig durch die erste Katastrophe beendet. Ein Gericht in einem Chatroom beurteilt dann die Kandidaten nach ihren in der Logdatei festgehaltenen Taten und ihrem Verhalten bei der Begegnung mit dem Prüfer. Die Chancen stehen 50:50.

 

Der Einsatzleiter trifft sich dann mit den erfolgreichen Bewerbern in einem Chatroom, um die Teams zusammenzustellen und die Vorbereitungsinkarnationen in Raytracia zu besprechen. Er animiert sie, das Training trotz harter Prüfungen und geplanter Irreführungen bis zum Ende durchzuhalten. Je nach Reifegrad der Seelen appelliert er an ihre Vernunft, bei etwas jüngeren Seelen an Liebe und Idealismus, und bei ganz jungen Nachwuchskräften droht er Strafe an für den Fall, dass sie vom Plan abweichen.

 

Einige Teilnehmer können sich zur Ruhe begeben. Sie dürfen ihre Seele bis zum Einsatz nicht mehr benutzen, damit sie sich nicht mehr verändert, da sie genau in dem Zustand verwendet werden soll, in dem sie sich qualifiziert hat. Andere, besonders die zukünftigen Führungskräfte, durchleben je nach Größe des Einsatzes eine oder mehrere Inkarnationen in dem freigeschaufelten Berechtigungsraum. Kulturgötter durchlaufen diesen vorher, um eine neue Spielhandlung festzulegen, die meistens mit einer neuen oder abgewandelten Religion einhergeht. Die Seelen müssen an einen Glauben gewöhnt werden, dass sie einem höheren Zeck dienen, Befehlen von einer unsichtbaren höheren Stelle zu gehorchen haben, den besser erreichbaren Kontaktpersonen Folge leisten und sich der Autorität des Teamleiters vor Ort unterwerfen müssen. Für das spätere Zusammentreffen in der wirklichen Welt hat es sich bewährt, die Teilnehmer durch eine Religion darauf vorzubereiten, dass mit dem Tod nicht alles zu Ende geht, sondern man danach einen anderen Körper bekommt und seinen Teamleiter wiedertrifft. Zum Durchhalten des Trainings und des Einsatzes erklärt der Einsatzleiter besonders den jungen Seelen, dass ein Abweichen von der Religion hart bestraft wird.

 

Die Trainierenden müssen nicht den vollen Zeitraum erleben. Sie suchen sich nur, zusammen mit den Lehrern, die passenden Schicksale aus, die sie in der gerade aktuellen Beweiswelt finden, und reservieren sie für sich. Während des Lebens treffen sie sich immer wieder und nehmen dabei Rollen ein, die denen entsprechen, für die sie sich beworben haben. Um zu prüfen, ob sie noch willens sind, das Training fortzusetzen, wird erwartet, dass alle regelmäßig an Riten teilnehmen, bestimmte äußerliche Zeichen tragen und eine durch die Religion festgelegte Lebensweise einhalten. Bei kleineren Einsätzen sind die Teams entsprechend kleiner. Alle gehören dann z.B. einer Klostergemeinschaft oder geheimen Bruderschaft an, die ebenfalls bestimmte Zeichen der Treue und Ergebenheit fordert.

 

Nach dem Tod durchläuft man einen Persönlichkeitstest und muss in verschiedenen teils alptraumartigen

Situationen richtig reagieren. Dann erscheint man vor einem Gremium, damit untersucht wird, welche speziellen Talente man hat, wofür man einsetzbar ist und welche Mängel es noch gibt. Nach einigen Therapien nimmt man sich u.U. noch weitere Inkarnationen vor.

 

Das Training dauert oft bis zum letzten Augenblick, d.h. bis zur zweiten Vernichtung des Umfelds. Kurz zuvor wird die Spielhandlung so gestaltet, dass nun auch Störungen durch das Böse eingebaut werden, damit die Charakterfestigkeit ein letztes Mal überprüft wird. Dann sterben alle durch die Katastrophe. Der Anblick, der den Teilnehmern wie ein Weltuntergang erscheint, hilft den Teilnehmern, von Raytracia Abschied zu nehmen. Das Szenario wird durch ein Happy End gekrönt, da die Spielhandlung vorsieht, dass die Teilnehmer den Kampf gegen das Böse nicht nur überstehen, sondern die Vernichtung des Bösen miterleben dürfen.

 

Die in den abgeschotteten Teil des Seelenraums kopierten Seelen der Raytracia-Menschen, die nicht durch Trainingsteilnehmer gesteuert wurden, werden jetzt nicht mehr benötigt und können gelöscht werden. Für den Einsatz der Roboter wird der Seelenraum kopiert, damit keine unkontrollierten Einflüsse durch die Erfahrungen beim Einsatz in den allgemein verwendeten Seelenraum einfließen können. Die trainierten Seelen werden in das Denkorgan des Roboters kopiert. Jeder Teilnehmer schaltet sich jetzt über die kopierte Seelenschnittstelle in den Roboter ein und erlebt nun alles, was der Roboter durch seine Instrumente wahrnimmt, so als sei er der Roboter. Jeder erprobt kurz seinen Roboter. Dann treffen sich die Roboter alle im Außenbereich der wirklichen Welt, der den Teilnehmern infolge der kurzen Umgewöhnungszeit gleißend hell erscheint.

 

Nach dem Einsatz speisen die Einsatzleiter ihre Erfahrungen ins Weisheits-Wikipedia ein, wobei sorgfältig überwacht wird, dass nichts dort eingebracht wird, was nur Verwirrung stiften würde. Dann schalten sich die Teilnehmer wieder in ihre alten Seelen im allgemeinen Seelenraum zurück, und die für den Einsatz erstellte Kopie des Seelenraums wird vernichtet.

 

Nicht alle Einsätze sind so gut vorbereitet. Manchmal muss sehr schnell gehandelt werden. In einem Kurzverfahren werden Einsatzleiter und Teilnehmer bestimmt. Die Casting-Inkarnationen und die Vorbereitung finden in einer von einer Weltbevölkerung genutzten Weltvariante statt und müssen sich dort eingliedern. Auf die Schnelle werden dort einige zusätzliche Schicksale untergebracht. Es bleibt nicht viel Zeit, Freundschaften mit den schon bestehenden Raytracia-Menschen zu vereinbaren. Die zusätzlichen Menschen dürfen nur wenige Berührungspunkte mit den anderen haben, da sie in deren Leben eigentlich gar nicht eingeplant sind. Sie verlassen ihre Familien früh oder werden in Familien geboren, in denen sie früh zu Waisenkindern werden. Die Teams bilden Freundeskreise unter sich, z.B. in Klöstern und Sekten. An die Stelle der großen Katastrophen der langfristig geplanten Einsätze mit ihren eigenen Raumzeiten treten jetzt kleinere Vernichtungsaktionen wie eine Seuche in einer Gemeinschaft oder ein Massenselbstmord einer Sekte, damit alle gleichzeitig zum Einsatz bereitstehen.

 

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Das Jüngste Gericht

Hier finden Sie die Antwort auf die Frage, wie der Weltuntergang und das Jüngste Gericht bereits stattfinden konnten, ohne dass wir es gemerkt haben.

Die Offenbarung des Johannes

Johannes wird zu einer interstellaren Castingshow eingeladen und übernimmt selbst eine kleine Aufgabe.

Weiter zum Thema "Roboterzivilisation"

Hier erfahren Sie, wie eine virtuelle Welt wie die, in der Sie sich gerade befinden, in einem Raumschiff genutzt werden kann.

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