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Die zweite Zeitdimension

Um zu verstehen, warum das Einbringen unseres freien Willens als Input in die Welt eine Bewegung in einer zweiten Zeitdimension ist, müssen wir zunächst verstehen, was mit "Dimension" gemeint ist, warum Zeit eine Dimension in einem Gebilde "Raumzeit" ist und warum eine Raumzeit mit nur einer Zeitdimension sich nicht durch Input verändern kann.

 

Für alle, die zufällig über Suchrechner auf dieser Seite gelandete sind:

Es handelt sich um einen "Sciencefiction-Roman ohne Handlung", der sich mit dem Thema befasst, dass auch alles ganz anders sein könnte, als man es in der Schule gelernt hat. Was wäre, wenn nicht nur eine Religion, sondern alle etwas Wahres beschreiben, das wir bisher nur mangels Verfügbarkeit von Begriffen nicht richtig beschreiben konnten?

Die Schöpfung war Programmierung. Die Naturgesetze sind ein Computerprogramm. Die Menschen sind die Spielfiguren. Aber wir sind nicht die Spielfiguren, sondern die Spieler. Durch Einbringen von Input in das System machen wir Gebrauch von unserem freien Willen. Dabei verändern  wir die physikalische Raumzeit und bewegen uns in einer zweiten Zeitdimension weiter.

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Was ist eine Dimension?

Dimension soll hier nicht als poetischer Begriff wie "Schweben in höheren Dimensionen" aufgefasst werden, sondern in mathematischem Sinn als Achse in einem Koordinatensystem. In unseren normalen dreidimensionalen Raum ist uns geläufig, dass wir von einem willkürlichen Nullpunkt aus drei Achsen in den Raum legen, eine nach rechts, eine nach vorn und eine nach oben. Auf den Achsen tragen wir eine Skala aus Einheiten, in diesem Fall Längeneinheiten, ein. Dann können wir einen Punkt im Raum darüber identifizieren, dass wir x Einheiten nach rechts, y Einheiten nach oben und z Einheiten nach vorn gehen müssen, um ihn zu finden. Auf den Achsen eines Koordinatensystems kann man natürlich auch andere Einheiten anstelle der Längeneinheiten eintragen. Dann bekommen die Dimensionen andere Bedeutungen.

 

Warum ist die Zeit eine Dimension in einer Raumzeit?

Vorstellen können wir uns nur drei Dimensionen. Um uns die Zeit als Dimension denken zu können, müssen wir den Raum auf zwei Dimensionen reduzieren. Er ist also eine vor uns stehende Ebene mit x- und y-Achse. Auf der z-Achse tragen wir Zeiteinheiten ein. Jede Ebene stellt nun den Zustand des Raumes, den wir uns z.B. als Farbmuster vorstellen können, zu einem Zeitpunkt dar. Die Farben ändern sich mit der Zeit, also von Ebene zu Ebene. Wenn wir vorwärts, also in z-Richtung schreiten, erleben wir die Änderungen der Farben. Wenn wir uns ein Elementarteilchen als kleinen Kreis in einer Ebene vorstellen, bilden alle Kreise in den verschiedenen Ebenen zusammen eine Röhre, die Weltlinie des Teilchens.

Wenn wir dem Raum jetzt wieder drei Dimensionen x, y, und z geben, bildet die Zeit eine vierte Dimension t. Einen Punkt in der vierdimensionalen Raumzeit findet man, wenn man seine räumliche Koordinaten x, y und z kennt und zusätzlich weiß, zu welchem Zeitpunkt t man seine Farbe ablesen möchte.

 

Beispiel Börsenkurs

Ein bekanntes Beispiel für ein Koordinatensystem ist die Darstellung von Börsenkursen, wobei die Zeitachse t nach rechts verläuft und die y-Achse Geldeinheiten auf ihrer Skala vorweist. Der Börsenkurs entspricht dann dem beobachteten Elementarteilchen. Im Koordinatensystem ist er eine Weltlinie. Wenn man ein Papier mit einem von oben nach unten verlaufenden dünnen Spalt auf das Blatt legt, sieht man den zu einem Zeitpunkt geltenden Kurs als Punkt. Schiebt man das Papier nach rechts, erlebt man die Schwankung des Kurses.

Eine Bewegung entsteht in unserem Erlebnis also nur dadurch, dass wir uns bzw. unser Betrachtungsgerät bewegen. Der Börsenkurs ist eine statische Darstellung, die sich selbst nicht verändert, denn die zeitliche Entwicklung ist ja bereits fest eingezeichnet.

Genauso ist die physikalische Raumzeit ein statisches Gebilde, in dem man nur Veränderungen erleben kann, wenn man es durchwandert.

Sollte es sich bei dem Börsenkurs allerdings um eine Zukunftsprognose handeln, die auf einem Bildschirm dargestellt und ständig dem aktuellen Stand der Einschätzung angepasst wird, ändert sich die Kurve von Zeit zu Zeit. Wenn wir immer nur einen Punkt durch den Spalt des Papiers beobachten und das Papier ständig weiterschieben, bekommen wir davon nichts mit. Wenn wir alle Prognosen ausdrucken und hintereinander, also in Richtung der z-Achse, aufstellen, bildet der von uns durch den Spalt beobachtete Punkt eine Linie von links hinten nach rechts vorn, also in t- und z-Richtung. In y-Richtung liegt sie in der Höhe der Geldeinheiten, die wir jeweils abgelesen haben.

Das Experiment, in dem Katzenfreund und Katzenfeind die Zerfallsprodukte eines Elementarteilchens beobachtet haben, zeigt, dass Weltlinien im Zickzack in der Zeit vor und zurück umgefärbt werden. Die Raumzeit ändert also ständig zumindest den Zustand ihrer Interpretation, also der Farbe der Weltlinien. Diese Raumzeiten sind dann in einer fünften Dimension, also einer zweiten Zeitdimension angeordnet. Um die Farbe eines Punktes zu ermitteln, müssen wir x, y und z, den Zeitpunkt t der physikalischen Zeit und die Nummer der Weltvariante als fünften Index kennen.

 

Beispiel Filmrollen

Stellen wir uns jetzt unsere Raumzeit als Filmrolle vor. Die Bilder sind zweidimensionale Räume. Sie liegen in einer dritten Dimension hintereinander auf der Rolle. Diese Dimension entspricht der physikalischen Zeit. Wir erleben den Film, indem wir die Bilder nacheinander am Fenster des Projektors vorbeiziehen. Die Filmrolle ändert sich dabei nicht, sondern enthält die gesamte Vergangenheit und die Zukunft.

Unseren freien Willen können wir nur ausüben, indem wir die Filmrolle wechseln. Nehmen wir an, der Regisseur drehe den Film in mehreren Varianten. Jede unterscheidet sich von der vorigen nur um eine Szene und besteht ansonsten aus einer Kopie ihrer Vorgängerin. Oder die Handlung verläuft von einem bestimmten Zeitpunkt an bis zum Ende anders als in der Rolle davor.

Alle Filmrollen stehen, geordnet nach ihrer Entstehungszeit, nebeneinander entlang einer Achse, die der zweiten Zeitdimension entspricht.

Die Weltvarianten, die wir in der zweiten Zeitdimension nacheinander erzeugen, unterscheiden sich nur in einem gewissen Abschnitt der physikalischen Zeit von ihren Vorgängern. Spätestens, wenn alles vergessen ist, münden sie wieder in die gleiche Zukunft ein. Dass wir das Gefühl haben, die ganze Zukunft durch eine einzige Entscheidung zu ändern, liegt nur daran, dass wir uns die ferne Zeit, in der unsere Entscheidung keine Auswirkung hat, nicht vorstellen, weil sie über unseren geistigen Horizont hinausgeht.

 

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