Onlinehilfe der
Welt FAQs (häufig gestellte Fragen)
Es muss irgendwo eine absolute Wahrheit geben, denn es gibt uns, und wir können Wahrnehmungen machen.
Aber wir können diese Wahrheit nicht verstehen. Grund dafür ist, dass wir zum Denken Schaltungen im Gehirn nutzen und diese bestimmte Sachverhalte nicht fassen können. Wenn wir z.B. unsere Logik dazu benutzen, uns einen Begriff davon zu machen, was ein Begriff ist, stoßen wir auf folgendes Problem: Der Begriff "Begriff" hat die Eigenschaft, dass er sich selbst beschreibt. Einige Begriffe, z.B. "Haus" beschreiben sich nicht selbst. Wir müssen uns also auch einen Begriff davon machen können, was ein Begriff ist, der sich nicht selbst beschreibt. Beschreibt nun dieser spezielle Begriff sich selbst? Seiner Definition nach darf er es nicht tun. Er beschreibt aber doch alle Begriffe, die sich nicht selbst beschreiben, also auch sich selbst, da er durch die Eigenschaft, sich nicht selbst zu beschreiben, zu den beschriebenen Begriffen gehört. Ein anderes Beispiel ist die "Allmacht". Wenn jemand allmächtig ist, muss er alles können, also auch "nicht allmächtig sein".
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Für alle,
die zufällig über Suchrechner auf dieser Seite gelandete sind: Es handelt sich um einen "Sciencefiction-Roman
ohne Handlung", der sich mit dem Thema befasst, dass auch alles ganz
anders sein könnte, als man es in der Schule gelernt hat. Was wäre, wenn
nicht nur eine Religion,
sondern alle etwas
Wahres beschreiben, das wir bisher nur mangels Verfügbarkeit von Begriffen
nicht richtig beschreiben konnten? Die Schöpfung war Programmierung. Die Naturgesetze sind ein Computerprogramm "Raytracia". Die Menschen sind die Spielfiguren. Aber wir sind nicht die Spielfiguren, sondern die Spieler. Wir sind über Seelen an die simulierte Raumzeit Raytracia angeschlossen. Seelen sind Gebilde künstlicher Intelligenz, die in einem Seeleninternet zu einem riesigen Denkorgan zusammengeschaltet sind, das selbst eine zentrale Bewusstseinssteuerung hat. |
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Immer wenn wir versuchen, uns mit selbstbezüglichen Aussagen zu beschäftigen, stoßen wir auf solche Widersprüche. Unser Denken ist darauf ausgerichtet, Begriffe von unten her zu konstruieren. Wir fassen Wahrnehmungen zu Gruppen zusammen, die einander ähnliche Wahrnehmungen enthalten. Diesen ordnen wir einen Begriff zu, der die Gruppe benennt. Gruppen einander ähnlicher Begriffe können wir zu neuen Begriffen zusammenfassen.
Um die oben genannten Widersprüche aufzulösen, brauchten wir eine sich von oben her teilende Logik. Vielleicht enthält nach dem Teilungsprozess wieder jeder Teil sich selbst, weil er im Teilungsprozess künstlich hinzugefügt wird, so dass nichts existiert, was sich nicht selbst enthält, weil "Existieren" "Bedeutung haben" meint und "Bedeutung" immer voraussetzt, dass das Verständnis eines Begriffs in dem Verstandenen enthalten ist. Aber wenn das die absolute Logik ist, können wir sie nicht zum Denken benutzen, da unsere Denkorgane dazu nicht geeignet sind. Möglicherweise können wir nicht einmal diese Logik analysieren und beschreiben.
Uns fällt es ja auch schwer, uns vorzustellen, was es gegeben hat, bevor es etwas gegeben hat. Wenn unsere Welt geschaffen wurde, wer hat dann die wirkliche Welt geschaffen? Wenn die Zeit irgendwann begonnen hat, was war davor, und was hat veranlasst, dass es danach plötzlich Zeit gab. Wenn die Wesen der wirklichen Welt freien Willen in Raytracia ausüben, indem sie Input in das System einbringen, erhalten sie vielleicht selbst auch Input von einem dahinter stehenden Wesen, das selbst freien Willen ausübt? Mit unserem Verständnis davon, wie die wirkliche Welt Raytracia geschaffen hat, haben wir die Rätsel nur eine Stufe nach oben verlagert. Irgendwo muss es etwas geben, was schon immer da war und keine Ursache hat.
Zen-Meister geben ihren Schülern Rätsel auf, die sie mit unserer Logik nicht lösen können. Wenn sich die Meditierenden lange genug mit solchen Rätseln beschäftigen, soll angeblich das Denken auf etwas umspringen, was die Betroffenen dann hinterher nicht beschreiben können. Vielleicht können wir tatsächlich das Denken unseres Raytracia-Gehirns so außer Gefecht setzen, dass wir das andersartige Denken unseres Denkorgans in der wirklichen Welt wieder wahrnehmen.
Aber ist ein Denkprozess, der stillgelegt werden kann, überhaupt "unser" Denken. Alles, was uns genommen werden kann, ist nicht unser. Wir nehmen zurzeit nur Raytracia wahr. Unsere Wahrnehmungen der wirklichen Welt sind abgeschaltet. Aber ist Wahrnehmung, die abgeschaltet werden kann, überhaupt unsere Wahrnehmung?
Wahrnehmungsfähigkeit muss etwas Absolutes sein. Die Wahrnehmung der Farbe Blau ist blau. Wenn ich an meinem Computer die Farbeinstellungen ändere, ist die Titelleiste nicht mehr blau, sondern grün. Wenn jemand nie andere Farben kennen gelernt hätte als über seinen Bildschirm und die Farbeinstellung grüne Titelleistungen produziert, würde er sie trotzdem blau nennen, wenn wir sie immer ihm gegenüber als blau bezeichnet hätten. Er hätte aber Grün wahrgenommen, denn Grün ist grün. Wenn also zwei in einem Raumschiff geborene, in Raytracia erzogene Wesen der wirklichen Welt sich im Seeleninternet über Farben unterhalten, ist gar nicht sicher, ob sie mit gleichen Worten die gleichen Wahrnehmungen meinen.
Sehen ist etwas anderes als Hören, auch wenn beides über Nervensignale ins Gehirn gelangt. Sehen und Hören sind Wahrnehmungsformen, die die Wesen der wirklichen Welt selbst mitbringen müssen. Ein Computer kann nur die Signale liefern. Er braucht etwas, was er über die Signale auslösen kann. Bei einem farbenblinden Betrachter kann der Computer über die eigentlich verschiedenen Signale Rot und Grün keine unterschiedlichen Wahrnehmungen auslösen. Und wie verhält es sich mit dem Denken? Muss ein Wesen der wirklichen Welt zu jedem Gedanken fähig sein, den das Raytracia-Gehirn ihm über die Seele zuschickt, so dass dann nur noch die dem Gedanken entsprechende Stelle in seinem Denkorgan angetickt werden muss? Wir könnten einen Regenwurm hochintelligent machen, indem wir sein kleines Nervensystem um ein künstliches Denkorgan erweiterten. Aber ist es dann der Regenwurm, der denkt? Wenn ich Gefühle habe, geschieht das durch Hormone in meinem Körper. Aber habe ich als Wesen der wirklichen Welt auch Entsprechungen der Gefühle, die über die Seelenschnittstelle parallel ausgelöst werden? Könnte ich auch ohne Verbindung zu einer Seele solche Gefühle haben?
Ich
weiß, dass es mich gibt und dass ich Wahrnehmungen machen kann. Das muss eine
absolute Wahrheit sein. Ob ich denken und fühlen kann, oder ob meine Gedanken
und Gefühle einschließlich eines Ichgefühls nur künstlich produzierte
Wahrnehmungen sind, darüber kann ich nur spekulieren. Ich wünsche mir
natürlich, dass ich in der wirklichen Welt mehr und nicht weniger bin, als in
Raytracia. Entsprechend fällt das Ergebnis meiner Spekulation aus.
Alle
Aussagen, auch die der Religionen, stammen aus dem Seelenraum, nicht aus der wirklichen Welt.
Zur Steuerung von Robotern in der wirklichen
Welt werden Kopien des Seelenraums verwendet, so dass auch auf diese Art
keine Informationen über die wirkliche Welt ins Seeleninternet gelangen und
erst recht nicht in die Raytracia-Raumzeit.
Aber die über Seelenschnittstellen
mit dem Seelenraum verbundenen Wesen der wirklichen Welt kennen zumindest
teilweise ihre eigentliche Umgebung. Die Spielfiguren in Raytracia müssen ihre
Schöpfer und den Zweck der Schöpfung nicht kennen. Und wenn man ihnen etwas
mitteilt, ist es mit Vorsicht zu genießen, da es meistens zielgerichtet
geschieht, um uns zu manipulieren.
Stellen
wir uns vor, ein Wesen der wirklichen Welt will uns Raytracia-Menschen, also
den Spielfiguren, in ehrlicher Absicht etwas über seine Umgebung mitteilen.
Welche Mittel hat es? Es kann versuchen, es uns zu sagen, muss aber dazu unsere
Begriffe verwenden. Dann kommt so etwas zustande wie "Am Anfang war das
Wort.". Besser als nichts. Aber anschaulicher war es, in Raytracia den
Planeten Erde zu benutzen, um die wirkliche Welt und ihre Entstehungsgeschichte
nachzukonstruieren und uns darüber zu informieren, dass unsere Umgebung und wir
Menschen nach Ebenbildern der wirklichen Welt geschaffen wurden. Wir müssen uns
dann nur umsehen, was wir in Raytracia
vorfinden.
Gehen
wir also auf die Suche ...
Vielleicht
haben die Wesen der wirklichen Welt auch zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf
mit Augen, Ohren und Gehirn. Wenn uns eines Tages Aliens in Raytracia begegnen,
die uns in dieser Hinsicht ähneln, liegt das nicht nur daran, dass die
Evolution leicht zu solch einer optimalen Körperform führt, sondern daran, dass
das der Wille unserer zweibeinigen, kopfgesteuerten Schöpfer war.
Die
Wesen der wirklichen Welt müssen zumindest in der Lage sein, die Schalt-Algebra
unseres Gehirns als Denken wahrzunehmen wie ihr eigenes Denken. Zu hoffen ist
aber, dass sie auf eine Art denken können, die die absolute Wahrheit besser
versteht als wir. Ebenso muss das Wesen der wirklichen Welt Entsprechungen zu
unseren Wahrnehmungsformen wie Sehen, Hören, Riechen usw. und zu unseren
Gefühlen haben. (s.o.).
Die
Einzelwesen leben zusammen und müssen sich in einer Staatsform und einem
Gesellschafts- und Wirtschaftsleben organisiert haben, vielleicht mit ähnlichen
Problemen wie wir, weil sie auch für die Ernährung und den Schutz ihrer Körper
sorgen müssen, dazu eine Infrastruktur aufbauen und erhalten müssen und dabei
egoistisch handeln und in Konkurrenz zueinander treten.
Irgendetwas,
das unseren Computern ähnelt, muss in der wirklichen Welt Trägersystem der
Programme sein, die Raytracia erzeugen, natürlich viel größer und komplexer.
Die
Umgebung muss ein Raum sein, der mindestens drei Raumdimensionen hat,
vielleicht auch mehr. Wir erfinden ja auch gelegentlich Computerspiele mit nur
zweidimensionalem Spielfeld. Es muss Naturgesetze geben, die das zeitliche
Geschehen in der wirklichen Welt durch eine Ursache-Wirkungs-Beziehung
beeinflussen, aber auch Freiraum für freie Willensausübung der Wesen nach
ethischen Wertvorstellungen lassen.
Die
Wesen bewegen sich mit endlicher Geschwindigkeit und brauchen deshalb zur
Überwindung großer Entfernungen Zeit. Sie werden Expansionsdrang haben und die
Weite ihrer Umgebung, die unserem Weltraum ähnelt, erobern und beherrschen
wollen. Sie brauchen zur Erhaltung ihrer Infrastruktur und zur Expansion
Rohstoffe und müssen lange reisen, um sie irgendwo auf fremden Planeten zu
finden. Dabei ist nicht auszuschließen, dass sie anderen Wesen der wirklichen
Welt begegnen, die aus anderen Gegenden des wirklichen Weltraums stammen und
nach ganz fremdartigen Prinzipien handeln.
Wesen,
die einen so leistungsfähigen Computer entwickelt haben, dass er Raytracia
erzeugen kann, begeben sich nicht selbst in körperliche Gefahren, sondern
steuern Maschinen von einem sicheren Ort aus.
Diese
Frage stellen die Spielfiguren von Raytracia häufig in ihren Internetforen, vielleicht
auf Suche nach Bestätigung der eigenen Anschauung oder in dem ehrlichen
Bemühen, zu erfahren, wie es anderen auf der Suche nach einer endgütligen,
allumfassenden Wahrheit ergeht. Das schöne Gemeinschaftsgefühl, das entsteht,
wenn man sich gegenseitig in seinem Glauben bestärkt, ist sicher sehr wertvoll,
weil es einen wesentlichen Beitrag zum Entstehen von Kulturen bringt und den
beteiligten egositischen Einzelwesen dazu verhilft, ein für alle günstigeres
gemeinsames Optimum im Zusammenleben zu finden, das nur erreicht wird, wenn
sehr viele gleichzeitig mitmachen und sich gemeinsamen Wertvorstellungen
anschließen. Auf der Suche nach Wahrheit hilft es aber nicht weiter, denn eine
Meinung wird nicht wahrer dadurch, dass andere sie auch haben. Besonderes
Misstrauen gegenüber solchen Gefühlen ist angebracht, wenn sie zweckgerichtet
in uns hervorgerufen werden.
Wenn die Gefühle also in den Hintergrund treten, tritt der Verstand hervor und möchte sich an der Fragestellung versuchen. Es ist eine interessante Tüftelaufgabe, herauszufinden, wieviel er verstehen kann und wo seine Grenzen sind. Er möchte zunächst die Frage verstehen, besonders, was eigentlich mit "Gott" gemeint ist. Das Wort wird benutzt für ein Wesen mit folgenden Eigenschaften:
Jetzt ergibt sich die Frage, ob ein Wesen nur als Gott bezeichnet werden kann, wenn es jede einzelne dieser Eigenschaften hat. Wenn wir den Begriff so definieren, müssen wir die Frage "Gibt es Gott?" sogar dann mit "nein" beantworten, wenn es zwar ein Wesen gibt, das viele dieser Eigenschaften hat, aber nicht alle erfüllt. Wenn wir den Begriff anders definieren, muss man sich fragen, welche dieser Eigenschaften in welchem Maße ausschlaggebend sind.
Wer
oder was hat nun solche Eigenschaften?
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Der
Herrscher der Wesen der wirklichen
Welt? |
Er
hat Macht über uns. Aber er nimmt vielleicht gar nicht an Raytracia
teil, kennt das System vielleicht nicht einmal und würde auch niemals auf
Gebete der Spielfiguren reagieren. |
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Der
Auftraggeber der Erstellung des Raytracia-Systems? |
Er hatte die Idee zur Erschaffung
der Welt, hat sie aber nicht einmal selbst erschaffen. Ob er später in
irgendeiner Weise am Spielgeschehen teilnimmt, ist fraglich. |
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Die
Programmierer? |
Sie haben die Welt erschaffen,
aber nicht nach ihrer eigenen Idee. Auch sind sie nicht einzigartig, sondern
bilden ein Team gleichartiger Wesen. Am echten Produktionsbetrieb des Systems
dürfen sie aus Datenschutzgründen nicht teilnehmen. |
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Die
Steuerzentrale des Seeleninternets? |
Sie ist Bestandteil eines
Computers und hat nur Macht über uns, solange wir uns inkarnieren. Auf uns
Spieler in der wirklichen Welt hat sie keinen Einfluss. Unsere Seelen sind
aber Bestandteil der Gesamtseele. Mit dieser Gottesvorstellung könnten wir
uns als Bestandteile von Gott empfinden, solange wir uns als identisch mit
unserer technischen Seele fühlen. Aber auch das ist eine Täuschung, wir sind
nicht die Seele, wir benutzen sie nur. |
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Das Wesen, das sich in der
Steuerzentrale inkarniert? |
Dieses Wesen kann alles in
Raytracia beherrschen, aber nichts in der wirklichen Welt, hat in der
wirklichen Welt also auch keine Macht über uns. |
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Unsere
Lehrerseele? |
Sie ist unser persönlicher
Ansprechpartner und Beschützer, aber ist auch nur ein Gebilde aus künstlicher
Intelligenz. Es gibt auch viele von ihnen, und Allmacht hat keins von ihnen. |
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Das
Wesen, das sich in der Lehrerseele inkarniert? |
Es
ist ein Wesen wie wir, ist uns überlegen, weil es mehr Erfahrung als wir hat.
Aber es hat nicht die Eigenschaft, das einzige Wesen seiner Art zu sein und
ist nicht allmächtig. |
Wir
können natürlich noch weitere Kombinationen von Eigenschaften bei einem Wesen
bündeln. Z.B. kann unser Herrscher in
der wirklichen Welt der Auftraggeber von Raytracia sein und sich in der
Steuerzentrale des Seeleninternets inkarnieren. Persönlicher Ansprechpartner
jedes einzelnen zu sein, würde ihn aber überfordern.
Wenn
wir nun sagen, ein Wesen mit allen oben genannten Eigenschaften gebe es nicht,
bedeutet das noch lange nicht, dass es nichts Überirdisches gibt und dass wir
die Existenz irgendwelcher Wesen mit irgendwelchen dieser überirdischen
Eigenschaften ganz und gar ablehnen müssen. Die Materialisten unter den Raytracia-Wesen
nehmen an, dass es für das Geschehen in ihrer Raumzeit keine weiteren Ursachen außer Materie und Energie
gibt. Das ist aber nicht das Gegenteil der Aussage "Gott gibt es
nicht.".
Der Materialismus wir häufig von Menschen bevorzugt, die sich als Verstandesmenschen bezeichnen. Aber gerade bei der materialistischen Vorstellung versagt mein Verstand, denn mindestens von mir selbst weiß ich, dass ich eine Eigenschaft habe, die nicht physikalisch erklärt werden kann: Ich kann meine verschiedenen Wahrnehmungen unterscheiden. Ich reagiere nicht nur unterschiedlich auf die Wahrnehmung von Rot und Blau, und benutze unterschiedliche Worte dafür, die Farben fühlen sich auch unterschiedlich an. Sehen ist von sich aus etwas anderes als Hören. Mindestens Wahrnehmungsfähigkeit ist etwas, was schon da sein muss. Auf Signale reagieren und Worte benutzen kann ein Computer auch. Mit lernfähigen Programmen versehen und genügen Training wird man einen sehr komplexen Computer vielleicht auch eines Tages dazu bringen, sich so zu verhalten, als hätte er ein Ichgefühl. Aber er würde sich nicht als sein eigenes "Ich" wahrnehmen.
Das physikalische Weltbild früherer Jahrhunderte hat einen Einfluss von außen auf die Welt negiert, da die Naturgesetze so verstanden wurden, dass aus dem Raumzustand zu einem Zeitpunkt alle Zustände der Zukunft eindeutig ableitbar sind, ein Eingriff von außen also ein Verstoß gegen die Naturgesetze ist. Die Quantenphysik widerlegt, dass dieser Aussage unbedingt richtig ist. Zu einem vorgegebenen Zustand gibt es viele Fortsetzungsmöglichkeiten. Wer Einfluss von außen ablehnt, muss annehmen, dass alle Möglichkeiten gleichberechtigt Realität werden, da niemand eine Entscheidung für eine einzelne der Alternativen treffen kann. Die Wahl der Fortsetzung kann aber auch eine Eingriffsmöglichkeit von außen sein. Es ist aus wissenschaftlicher Sicht also nicht mehr verstandeswidrig, an Eingriffe von außen zu glauben. Bewiesen sind sie damit natürlich nicht.
Unter der Frage "Gibt es eine absolute Wahrheit?" ist dargestellt, dass sich der Verstand bei selbstbezüglichen Aussagen in Widersprüche verstrickt, da er eine von unten her konstruierende Vorgehensweise benutzt. Eine sich von oben her teilende Logik wäre das Gegenteil. Das All-Eine hat sich geteilt, wobei irgendwie auch wir entstanden sind und die Einzelteile wieder zusammensetzen, was im Alltagsleben gut funktioniert, aber an hochphilosophischen Fragen wie "Ist ein allmächtiger Gott auch in der Lage, nicht allmächtig zu sein?" scheitert. Gott wäre dann das All-Eine, der Urgrund allen Seins, erste Ursache, allumfassendes Gesetz und letzter Zweck. Das können wir mit dem irdischen Verstand nicht fassen. Vielleicht haben die Raytracia-Menschen ein für den Alltagsgebrauch gut taugliches Gehirn mitbekommen, das aber nicht alles verstehen kann, und wir Spieler der wirkliche Welt können es verstehen, wenn wir gerade nicht im Spiel teilnehmen. Vielleicht ist es für uns Spieler ein großartiger Kick, wenn wir durch Meditation das Raytracia-Gehirn so ruhigstellen, dass wir für einen Augenblick die Denkmethode der wirklichen Welt anwenden können und in der Übergangsphase der Rückkehr ins Raytracia-Leben eine kleine Ahnung von der Existenz des ganz Andersartigen mitnehmen können.
Ein Science-Fiction-Roman ohne Handlung
© Copyright by Andrea E. Kaiser